Rom will die strategisch wichtige Landbrücke zwischen Syrien und Ägypten nicht bloß beeinflussen, sondern beherrschen. Pompeius nutzt einen Bruderzwist im hasmonäischen Königshaus. Im Jahr 63 v. Chr. marschiert er als „Verbündeter“ eines der Amtsanwärter in Jerusalem ein und richtet ein fürchterliches Massaker an. Doch der römische Kandidat kann sich nicht halten. Der Krieg um die Thronfolge hat erst ein Ende, als der römische Senat den Idumäer Herodes zum König Judäas erklärt und dieser an der Spitze römischer Truppen im Jahr 37 v. Chr. erobert.
Die Hasmonäer mögen unbeliebt gewesen sein, Herodes jedoch war bei den Juden verhasst. Der Idumäer, dessen Volk erst wenige Jahrzehnte zuvor im Rahmen der hasmonäischen Feldzüge jüdisch wurde, wurde von vielen missbilligend als „Halbjude“ betrachtet. Dass er sich bei seiner von paranoider Grausamkeit gezeichneten Herrschaft auf römische Kurzschwerter stützte machte ihn nicht populärer. Um so mehr war er deswegen darum bemüht, sich durch den Aufbau Jerusalems und des Tempels als „wahrer Jude“ zu beweisen. Doch nicht nur bei den Juden will Herodes sich mit seiner Baukunst einschmeicheln, auch seinen römischen Gönnern widmet er große Bauprojekte. So entsteht die Stadt Cäsarea zu Ehren Kaiser Augustus. Sie wird Jaffa bald den Rang als wichtigste Hafenstadt Judäas ablaufen.







