Selichot

Noch einmal eine kurze Pause in der Geschichte für eine “aktuelle” Entwicklung.

Dieser Tage lohnt es sich wirklich, in Jerusalem zu sein. Kurz vor den Hohen Feiertagen von Rosh Hashana, dem jüdischen Neujahr, und Jom Kippur, dem Versöhnungstag, kommen Juden aus aller Welt nach Jerusalem, um Selichot zu sagen. Selichot sind die Gebete, in denen Juden um Vergebung bitten. Besonders in jetzt könnte das ausschlaggebend sein, bestimmt laut jüdischer Überlieferung doch Gott zu Rosh Hashana das Schicksal einer Person für das kommende Jahr.

Diese Selichot sagt man am besten vor der Klagemauer, und so ist die Altstadt selbst nachts mit tausenden Besuchern gefüllt, die sich einen Weg durch die engen, mittelalterlichen Gassen zur Klagemauer bahnen.

Die Stadtverwaltung hat sogar extra tausende Wunschzettel aus der Klagemauer entfernt, um Platz für neue Bitten zu machen. Aber keine Sorge, angeblich werden die entfernten Zettel in geweihter Erde beigesetzt. Wer nicht selber kommen kann, kann auf der Webseite http://www.slicha.com/faxcotel.asp Gott sogar ein Fax schicken!

Euch lieben Lesern wünsche ich allenfalls ein gutes neues Jahr, oder wie auf Hebräisch üblich

SHANA TOVA VEHAG SAMEAH!


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