TOUREN AUF EIGENE FAUST

Ein Kerem – Quelle, Baum und Stein

Eine ländliche Umgebung, Terrassenbauten, Obstplantagen, wunderschöne Kloster und fantastische Plätze zum Essen und Trinken

Die Marienquelle
Ihr Rundgang beginnt an der Marienquelle, einer kleinen Quelle, von denen es in Jerusalem so viele gibt. Doch an dieser hier machte, nach der christlichen Überlieferung, Maria halt, als sie nach Ein Kerem kam, die Mutter von Johannes dem Täufer zu besuchen. Gleich neben der Quelle befindet sich das Targ-Musikzentrum. Musikliebhaber sind herzlich eingeladen, eins der Kammermusikkonzerten zu besuchen, die hier abwechselnd Freitag oder Samstags stattfinden.

Die Heimsuchungskirche
Ihr nächster Halt ist die Heimsuchungskirche, welche an einer ziemlich steilen Straße gelegen ist. Hier genießen Sie die Verbindung eines wunderschönen Bauwerks, mit einer herrlichen Aussicht. Vom Kirchenvorplatz aus, sehen Sie den Herzl-Berg, das Har-Nof-Viertel und den Moshav Beit Zayit. Dahinter können Sie Motza Ilit und Mevasseret Jerushalayim erkennen. Im Hof der Kirche finden Sie die Keramiktafeln mit dem Magnifikat, dem Lobgebet zu Ehren Marias (Lukas 1:46-55) in Dutzenden verschiedenen Sprachen. Im ersten Stock befindet sich nach christlicher Überlieferung der Stein, hinter dem Johannes der Täufer vor den Soldaten des Herodes verborgen wurde. Die Fresken an der Wand zeigen Zacharias, den Vater von Johannes (links), Maria als sie Elisabeth besuchte (Mitte) und den Kindermord (rechts).

Die Kirche des Johannes des Täufers
Ihr nächster Halt ist die Kirche Johannes des Täufers. Der christlichen Überlieferung nach, ist dies der Ort, an dem Johannes der Täufer das Licht der Welt erblickte. Das Benedictus, die ersten Worte von Johannes Vater Zacharias nach der Geburt seines Sohnes, finden Sie im Hof auf Tafeln in verschiedenen Sprachen. In der Apsis, der Kirche, stehen Statuen von Maria, Zacharias und Elisabeth. Links davon führen einige wenige Stufen zur Geburtsstätte. Johannes der Täufer wurde in einem Gefängnis in Machareus (heute in Jordanien) enthauptet. Die entsetzliche Szene des Augenblicks vor seiner Hinrichtung ist auf einem beeindruckenden Gemälde im Inneren der Kirche zu sehen. Unmittelbar neben der Kirchenmauer befindet sich ein Keramikstudio, in dem die Künstlerin Ruth Havilio ihre bezaubernden Platten und Kacheln herstellt.

Das Kloster der „Schwestern unserer Frau von Sion“
Beenden Sie Ihren Rundgang im angelegten Bau des Klosters, voll wunderbarer Gärten. Betreten Sie den Garten durch das Eisentor und wenden Sie sich dann dem Gebäude zu, dessen Fassade aus Bogen und Gewölben besteht. Das Kloster wurde 1860 mit Spendengeldern von Alphonse Ratisbonne als Waisenhaus und Schule für Kinder gebaut, die ihre Eltern, während der damals im Libanon tobenden Kriege, verloren hatten. In den ehemaligen Räumen des Waisenhauses ist heute das geschäftige Gästehaus untergebracht. Streifen Sie über die Pfade des Gartens bis zu den bezaubernden Aussichtspunkten, mit Blick auf die Jerusalemer Berge.

Johannes der Täufer
Der christlichen Überlieferung nach, ist Ein Kerem der Geburtsort von Johannes dem Täufer. Der einige Jahre vor Jesus geborene Johannes, hatte die Gewohnheit, sich alleine in die Wüste zurückzuziehen und dort, bekleidet mit Kamelhaar-Kleidung, ein asketisches Leben zu führen. Er rief Menschen zur Busse auf und taufte die, die seinem Aufruf folgten, im Jordan. Einer dieser Menschen war Jesus, den Johannes als Messias erkannte. Johannes bedeutender Einfluss ärgerte König Herodes Antipas, zumal er es wagte, die Heiratspolitik des Königs zu kritisieren. Der König ließ Johannes festnehmen und ihn in der Festung Machaerus einsperren, bis dieser unter grausamen Umständen umgebracht wurde.

Unser Tipp: Marienquelle
Mir gefällt die zauberhafte Atmosphäre dieses Jerusalemer Dorfes. Im Zentrum, inmitten der alten, aus Jerusalemer Stein gebauten Häusern, sprudelt die Marienquelle. Alles ist ruhig und friedlich, die umliegende Landschaft ist unglaublich und die Atmosphäre ist einzigartig. Es gibt außerdem nette Cafés, die zum Sitzen einladen. Dort lassen sich so viele, großartige Wochenenden verbringen.


©Mali Levi-Gershon
Mit freundlicher Unterstützung der: Jerusalem Tourism Authority – Municipality of Jerusalem